Schmunzelecke

 
Stilblüten aus Schüleraufsätzen

- Neben Prunksälen hatten die Ritter auch heizbare Frauenzimmer.

- Alle Welt horchte auf, als Luther 1492 seine 95 Prothesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug.

- Zeppelin war der erste, der nach verschiedenen Richtungen in die Luft schiffte.

- Cäsar machte das Lager voll und jeder stand vor seinem Haufen stramm.

- Die Alm liegt hoch im Gebirge. Dort sind der Senner und die Sennerin. 
  Im Frühjahr wird aufgetrieben und im Herbst wird abgetrieben.

- Unsere Schule war früher ein Waisenhaus. Daran erinnert über dem Eingang eine eingehauene Frau, 
  die vorn einen Knaben und hinten ein Mädchen empfängt.

- Eine katholische Schwester kann nicht austreten, weil sie zeitlebens im Kloster leben muss.

- … dann gingen wir in den zoologischen Garten. Es war ein großer Affe im Käfig. 
  Mein Onkel war auch dabei.

- Der leichtsinnige Metzger hatte mit seiner Karre den ganzen Zaun umgefahren. 
  Das Schwein konnte erst später eingefangen werden.

- Mit einem starken Strahl geben die Feuerwehrleute ihr Wasser ab.

- Das Landwirtschaftsministerium ließ die Bauern zusammenkommen, denn die Schweine fraßen zuviel.

- Beim Roten Kreuz widmen sich Männer und Frauen der Liebe. Manche tun es umsonst, manche 
  bekommen es bezahlt.

- Als der Jäger den dicken Bauch der Großmutter sah, wusste er sofort, was geschehen war.

- Dort wo jetzt Trümmer ragen, standen einst stolze Burgfräuleins und warteten auf ihre ausgezogenen
  Ritter.

- In Lappland wohnen zwei Sorten Menschen. Die reichen Lappen fahren in Rentiergespannen, 
  die armen gehen zu Fuß. Daher der Name "Fußlappen". 
  Auch wohnen dort die Menschen dicht gedrängt.
  Daher das Sprichwort „Es läppert sich zusammen".

- Es war eine machtvolle Demonstration. Der Marktplatz war voller Menschen. 
  Noch in den Nebenstraßen pflanzten sich Männer und Frauen fort.

- Nachdem die Männer 1oo m gekrauelt hatten, wickelten die Frauen ihre 2oo m Brust ab.

- Und wir gingen mit unserer Lehrerin im Park spazieren. Gegenüber war das Haus, wo die Mütter ihre 
  Kinder gebären. Eine Gebärmutter schaute aus dem Fenster und winkte uns freundlich zu.

- Die Streichhölzer müssen gut versteckt werden, damit sie keine kleinen Kinder bekommen.

- Meine Tante schenkte mir eine Sparbüchse, sie war ein Schwein. Sie hatte zwei Schlitze. Hinten einen 
  fürs Papier und vorn für das Harte.
 

Auf dem Schulhof belauscht: 

  Melanie: "Ich finde deine Figur, deine Klamotten, die Art, wie du dich frisierst und kleidest, echt stark!"
  (Sendepause)
  Melanie: "...und gibt es auch etwas, was du an mir bewunderst?"

  Tobias (lässig): "Klar, deinen guten Geschmack!"
 

Witze, die das (Schul-)Leben schreibt:

Der Lehrer erzählt im Unterricht:
"Der Mensch hat eine Körpertemperatur von 37 Grad Celsius,
  das Wild eine von 38,5 Grad und der Vogel sogar eine von 39,5 Grad."
 

Anna hat mal wieder nicht aufgepasst.
"Anna, wiederhole das bitte mal!" -
"Also, ich glaube, der Mensch hat eine Körpertemperatur von 37 Grad,
 wenn er wild wird, eine von 38,5 und wenn er einen Vogel hat,
 sogar eine von 39,5!"
 

Der Lehrer ermahnt seine Klasse:
"Wenn die Schüler in der letzten Reihe so leise wären wie die Schüler, die in der
mittleren Reihe Zeitung lesen, könnten die Schüler ganz vorne ungestört
weiterschlafen!"
 

Im Physikunterricht:
"Was geschieht, wenn der Mensch in eine mit Wasser gefüllte Badewanne steigt? Tobias!" -
"Dann klingelt sicher das Telefon!"
 

"Welche berühmte Weinsorte wächst am Fuße des Vesuvs?"
"Glühwein, Herr Studienrat!"
 

Der Vater fragt seine vierzehnjährige Tochter:  "Ist mir dir alles in Ordnung?
Du warst ja nur eine halbe Stunde am Telefon!"
"Ja, Papa - ich hatte mich verwählt."
 

"Ich bin auch nicht immer mit ihnen zufrieden, Herr Lehrer!",  jammert der kleine Robin.
"Aber renne ich deshalb immer gleich zu ihren Eltern?"
 

Kleine Wortspielerei

"Nein danke! Einen Musikstudenten nehmen wir nicht mehr zur Untermiete.
Wir hatten schon mal einen:
Erst war er zu meiner Tochter beethövlich, dann wurde er mozärtlich
und schenkte ihr einen Strauß.
Bald wurde er reger, packte sie am Händel
und sprang mit Liszt über den Bach in die Haydn.
Nun haben wir ein Mendelsöhnchen
und wissen nicht wo hindemith."

 


MATHEMATIK IN DER SCHULE

VOLKSSCHULE 1950
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 Mark. 
Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. 
Wie hoch ist der Gewinn?
 

REALSCHULE 1960
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 Mark. 
Die Erzeugerkosten betragen 16 Mark. 
Berechne bitte den Gewinn!
 

GYMNASIUM 1970
Ein Bauer verkauft eine Menge Kartoffeln (K) für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 20. 
Für die Elemente g aus G gilt: g ist eine Mark. 
In Strichmengen müßtest Du für die Menge G Strichlein machen, für jedes Element g "eines" (/). 
Die Menge der Erzeugerkosten (E) ist um "vier" (////) Strichlein weniger mächtig als die Menge G.
Zeichne das Bild der Menge E als Teilmenge der Menge G und gib die Lösungsmenge (L) an für die Frage:
Wie mächtig ist die Gewinnmenge?
 

INTEGRIERTE   GESAMTSCHULE 1982
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 20 Mark. 
Die Erzeugerkosten betragen 16 Mark. 
Der Gewinn beträgt 4 Mark. 
Aufgabe: Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit Deinem Nachbarn darüber!
 

WEITER REFORMIERTE SCHULE 1988
ein kapitalistisch-brifilegirter bauer bereicherd sich one rechtfärtigunk an einem sak kartofeln um 4 marck.
Untersuche den tekst auf inhaldlische unt gramatische unt zeichensätzunksfeler, korigire die aufgabenstälunk unt demonstriehre gegen die lösunk.
 

2028
   (äs giebt keine Kartofln mär)

 




 



 
Nur eine kleine Geschichte

Ein Deutschlehrer stand vor seinem Abiturkurs und hatte ein paar Dinge vor sich liegen.
Als der Unterricht der allerletzten Stunde begann, nahm er ein großes leeres Glas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen.
Anschließend fragte er seine Schüler, ob das Glas voll sei.
Sie stimmten ihm zu.

Der Lehrer nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es vorsichtig.
Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine.
Dann fragte er seine Schüler erneut, ob das Glas jetzt voll sei.
Sie stimmten wieder zu und lachten.

Der Lehrer seinerseits nahm nun eine Schachtel mit Sand und schüttete diesen in das Glas.
Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus.

"Nun", sagte der Lehrer zu seinen Schülern, "ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist!
Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben:  Ihre Frau, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit. 
Dinge, die  -wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben-  Ihr Leben immer noch ausfüllen würden.
Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge wie zum Beispiel Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihr Auto.
Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben.
Wenn Sie den Sand zuerst ins Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.
So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all Ihre Energie für die kleinen Dinge in Ihrem Leben aufwenden,
haben Sie für die großen keine mehr übrig.
Achten Sie auf Ihre Gesundheit und Ihre Familie! Es wird noch genug Zeit für Arbeit, Haushalt, Vergnügungen bleiben.
Achten Sie auf die großen Steine; sie sind es, die wirklich zählen.
Der Rest ist nur Sand."

Nun stand einer der Abiturienten auf, nahm das Glas mit den großen Steinen, den Kieselsteinen und dem Sand
-bei dem mittlerweile auch der Lehrer zustimmte, dass es voll wäre-
und schüttete ein Glas Bier hinein.
Das Bier füllte den noch verbliebenen Raum im Glas aus, dann war es wirklich voll.

Und die Moral von der Geschichte:   Für ein Glas Bier ist immer noch Platz.

 


Wohlan,  mein lieber Freund,

wie steht es mit der Diktatur?
Ist es nicht so, dass sich die Demokratie selber auflöst
durch eine gewisse Unersättlichkeit in der Freiheit?
Wenn sich die Väter daran gewöhnen,
ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen,
wie sie wollen,
und sich vor ihren erwachsenen Kindern geradezu fürchten
ein Wort zu reden,
oder wenn die Söhne schon so sein wollen
wie die Väter,
also ihre Eltern weder scheuen,
noch sich um ihre Worte kümmern,
sich nichts mehr sagen lassen wollen,
um ja recht erwachsen und selbständig zu erscheinen.

Und auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen 
vor ihren Schülern und schmeicheln ihnen lieber,
statt sie sicher und mit starker Hand
auf einen geraden Weg zu führen,
so dass die Schüler sich nichts mehr aus ihren Lehrern machen.

Überhaupt sind wir schon so weit,
dass sich die Jüngeren den Älteren gleichstellen,
ja gegen sie auftreten in Wort und Tat,
die Alten aber setzen sich unter die Jungen
und suchen sich ihnen gefällig zu machen,
indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten übersehen
oder gar daran teilnehmen,
damit sie ja nicht den Anschein erwecken,
als seien sie Spielverderber
oder gar auf Autorität versessen. 

Auf diese Weise werden die Seele und die Widerstandskraft
aller Jungen allmählich mürbe.
Sie werden aufsässig
und können es schließlich nicht mehr ertragen,
wenn man nur ein klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt.

Am Ende verachten sie dann auch die Gesetze,
weil sie niemand und nichts mehr
als Herr über sich anerkennen wollen,
und das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der Tyrannei!

Der diese aktuellen Worte schrieb lebte von 427 bis 347 vor Christus,
war ein griechischer Philosoph und hieß
                                       Plato.

 



 

Liebe Mami,

es tut mir sehr leid, dir sagen zu müssen, dass ich mit meinem neuen Freund von zuhause weggegangen bin. Ich habe in ihm die wahre Liebe gefunden, du solltest ihn sehen, er ist ja soooooo süß mit seinen vielen Tattoos und den Piercings und vor allem seinem Megateil 
von Motorrad! 
Aber das ist noch nicht alles, Mami, ich bin endlich schwanger, und Kevin sagt, wir werden 
ein schönes Leben haben in seinem alten Wohnwagen mitten im Wald. Er will noch viele Kinder mit mir, und das ist auch mein Traum.  Und da ich darauf gekommen bin, dass Marihuana eigentlich gut tut, werden wir das Gras auch für unsere Freunde anbauen, wenn denen einmal das Koks oder Heroin ausgeht, damit sie nicht so sehr leiden müssen. 

In der Zwischenzeit hoffe ich, dass die Wissenschaft endlich ein Mittel gegen Aids findet, damit es Kevin bald besser geht, er verdient es sich wirklich! Du brauchst keine Angst zu haben, Mami, ich bin schon 13 und kann ganz gut auf mich selbst aufpassen! 
Ich hoffe, ich kann dich bald besuchen kommen, damit du deine Enkel kennen lernst!

Deine geliebte Tochter
 

PS: Alles Blödsinn, Mami, ich bin bei den Nachbarn!
Wollte dir nur sagen, dass es schlimmere Dinge im Leben gibt als
das Zeugnis, das aufm Nachtschränkchen liegt! Hab dich lieb!
 



 
Bei Schülern immer wieder beliebt - eigene Gedichte zur Weihnachtszeit:

Hier ein Versuch, das Weihnachtsgedicht auf Englisch zu schreiben:

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TiVi,
All around is Harmonie.

Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes die Feuerwehr
With Tatü- tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they cry - „Wasser marsch!"
Christmas, das is now im Arsch...

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

 


 
Benötigt die deutsche Sprache eigentlich die Groß- und Kleinschreibung?

Was wird hier groß und was klein geschrieben? Sind Missverständnisse möglich?

                  helft den armen vögeln.
 

Vervollständige mit drei Wörtern so, dass ein sinnvoller Satz entsteht!

                           FLIEGEN  FLIEGEN
                  FLIEGEN  FLIEGEN
                  FLIEGEN  FLIEGEN

                                                                                                                               LÖSUNG



 
 
Damit die armen Referendare auch mal was zum Schmunzeln haben:

Obwohl seine Referendare das niemals für möglich gehalten hätten, kommt Ihr Fachleiter nach
seinem Ableben in den Himmel,  wo er ungefragt Gott sofort in ein Gespräch über das Universum verwickelt.   "Nun, wie schätzen Sie im Nachhinein Ihr Werk ein - wo sehen Sie Stärken und Schwächen?", fragt der Ausbilder bohrend.

Gott sieht sich um, betrachtet Himmel und Erde und sagt: "Nun, ich denke, es ist mir gut gelungen!"

Darauf lächelt der Fachleiter milde und erwidert: "Nun ja, man merkt, dass Sie noch Anfänger sind. Gut - der Einstieg mit dem Urknall war sicher motivierend und zündend. Dann war allerdings ein paar Milliarden Jahre das Stundenziel nicht bekannt.
Die Sterne hätte man durch verschiedene Farben deutlicher hervorheben können. 
Die Menschen als wichtigsten Unterrichtsgegenstand haben Sie viel zu spät eingeführt.
Überhaupt hätte ich mir insgesamt mehr Schwung erwartet... 
und fertig geworden sind Sie auch nicht.


 



 © Udo Klinger,    Schwerte/Ruhr 2020